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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Insolvenz-Alarm, Stephan Herold, Hamburg (nachfolgend „Anbieter") für die Nutzung des Insolvenz-Monitoring-Dienstes unter insolvenz-alarm.eu (nachfolgend „Dienst"). Diese AGB gelten ausschließlich für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Sie gelten in ihrer jeweils aktuellen Fassung für alle Nutzungsverträge mit dem Anbieter.

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung des Insolvenz-Monitoring-Dienstes. Sie gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (B2B-Geschäft). Die Erbringung von Leistungen gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.

(2) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(3) Diese AGB gelten auch für alle künftigen Leistungen, die der Anbieter dem Kunden erbringt, selbst wenn sie nicht nochmals gesondert vereinbart werden.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden einen webbasierten Software-as-a-Service-Dienst (SaaS) zur automatisierten Überwachung von Unternehmen auf Insolvenzverfahren bereit. Der Dienst greift auf öffentlich zugängliche Datenquellen zurück, insbesondere auf die amtlichen Insolvenzbekanntmachungen des Bundesministeriums der Justiz (insolvenzbekanntmachungen.de) sowie weitere öffentliche Register und Bekanntmachungsportale im Bereich Insolvenz und Handelsregister. Der Anbieter ist bemüht, die Datenquellen kontinuierlich zu erweitern und aktuell zu halten, kann jedoch keine Vollständigkeit der erfassten Insolvenzbekanntmachungen garantieren, da dies von der Verfügbarkeit und Qualität der öffentlichen Quellen abhängt.

(2) Der Umfang der verfügbaren Leistungen richtet sich nach dem jeweiligen, vom Kunden gewählten Tarif (§ 4). Im Einzelnen kann der Dienst folgende Leistungen umfassen:

  • Täglicher automatischer Abgleich überwachter Unternehmen mit aktuellen Insolvenzbekanntmachungen
  • Benachrichtigung bei Insolvenz-Treffern per E-Mail, optional per Webhook oder weiteren Kanälen
  • Web-Dashboard zur komfortablen Verwaltung von Überwachungslisten
  • Import und Export von Überwachungslisten (CSV/API, je nach Tarif)
  • API-Zugang für die programmatische Nutzung (ab Basic-Tarif)
  • Echtzeit-Benachrichtigungen und erweiterte Filteroptionen (ab Pro-Tarif)
  • Dedizierter Support, SLA-Garantie und individuelle Anpassungen (Business-Tarif)

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Leistungsumfang des Dienstes weiterzuentwickeln, zu ändern oder zu ergänzen, sofern dies dem Kunden zumutbar ist und keine wesentliche Verschlechterung des vereinbarten Leistungsumfangs darstellt. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig, mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten, angekündigt.

§ 2a Testphase und kostenlose Nutzung

(1) Der Anbieter kann nach eigenem Ermessen eine kostenlose Testphase für kostenpflichtige Tarife anbieten. Sofern eine Testphase angeboten wird, gelten deren Bedingungen (Dauer, Umfang) wie auf der Website angegeben.

(2) Während einer Testphase steht dem Kunden der volle Funktionsumfang des gewählten Tarifs zur Verfügung. Nach Ablauf der Testphase wechselt der Account automatisch in den kostenpflichtigen Betrieb, sofern der Kunde nicht vorher kündigt oder auf den kostenlosen Starter-Tarif wechselt. Der Anbieter erinnert den Kunden vor Ablauf der Testphase per E-Mail.

(3) Pro Unternehmen (identifiziert über die E-Mail-Domain) kann die Testphase nur einmal in Anspruch genommen werden. Der Anbieter behält sich das Recht vor, missbräuchlich erstellte Test-Accounts zu sperren.

§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

(1) Das Angebot des Anbieters auf der Website stellt keine verbindliche Willenserklärung, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.

(2) Der Vertrag kommt durch folgende Schritte zustande:

  • Der Kunde füllt das Registrierungsformular auf der Website aus und gibt sein Angebot durch Abschluss des Registrierungsvorgangs ab.
  • Der Anbieter nimmt das Angebot durch Zusendung einer Bestätigungs-E-Mail oder durch Freischaltung des Accounts an.
  • Bei kostenpflichtigen Tarifen wird der Vertrag erst mit erfolgreicher Abwicklung der ersten Zahlung vollwirksam.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Insbesondere muss der Kunde sicherstellen, dass die angegebene E-Mail-Adresse erreichbar ist, da über diese Adresse wichtige Systemmitteilungen und Insolvenz-Benachrichtigungen zugestellt werden.

(4) Jeder Kunde darf nur einen Account anlegen. Die Übertragung des Accounts auf Dritte ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.

§ 4 Tarife, Preise und Abrechnung

(1) Der Anbieter bietet den Dienst in folgenden Tarifen an:

  • Starter (kostenlos): Grundlegender Zugang zum Dienst, begrenzte Anzahl überwachter Unternehmen, E-Mail-Benachrichtigungen, kein API-Zugang.
  • Basic: Erweiterte Überwachungskapazitäten, API-Zugang, CSV-Import/-Export, priorisierter E-Mail-Support. Monatlich oder jährlich abrechnungsfähig.
  • Pro: Volle Funktionspalette, unbegrenzte Überwachungslisten (im Rahmen der technischen Systemgrenzen), Webhook-Benachrichtigungen, Rechnung (SEPA-Lastschrift oder Überweisung), dedizierter Account-Manager. Monatlich oder jährlich abrechnungsfähig.
  • Business: Individuelle Leistungspakete, SLA-Vereinbarung, White-Label-Optionen, dedizierter Support mit definierten Reaktionszeiten, Preise auf Anfrage. Abrechnung nach individueller Vereinbarung.

(2) Die aktuell gültigen Preise für die kostenpflichtigen Tarife sind auf der Preisseite der Website (insolvenz-alarm.eu/preise) veröffentlicht. Alle Preise verstehen sich zzgl. der zum Zeitpunkt der Abrechnung gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer.

(3) Bei monatlicher Abrechnung ist der Rechnungsbetrag im Voraus zum Beginn eines jeden Abrechnungszeitraums fällig. Bei jährlicher Abrechnung ist der Jahresbetrag zu Beginn des Abrechnungsjahres in einem Betrag fällig.

(4) Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift (Basic- und Pro-Tarif monatlich), per Rechnung via SEPA-Überweisung (Pro-Tarif jährlich sowie Business-Tarif). Das Zahlungsziel bei Rechnungsstellung beträgt 14 Tage ab Rechnungsdatum.

(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach erfolgloser Mahnung den Zugang zum Dienst vorübergehend zu sperren. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

(6) Der Anbieter behält sich das Recht vor, Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Preise.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Starter-Tarif (kostenlos): Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Frist beendet werden.

(2) Basic- und Pro-Tarif (monatlich): Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit mit monatlicher Abrechnung. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats ordentlich gekündigt werden.

(3) Basic- und Pro-Tarif (jährlich): Der Vertrag läuft mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten ab Vertragsschluss. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit ordentlich gekündigt werden. Wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

(4) Für Pro- und Business-Kunden können gesonderte Service-Level-Agreements (SLA) mit definierten Reaktionszeiten und Vergütungsregelungen bei Unterschreitung vereinbart werden.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seinen Account und seine Zugangsdaten (Benutzername, Passwort, API-Keys) vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Passwörter sind regelmäßig zu wechseln und dürfen nicht in unverschlüsselter Form gespeichert werden. Der Kunde haftet für alle Aktivitäten, die über seinen Account vorgenommen werden, es sei denn, er weist nach, dass er diese Aktivitäten nicht zu vertreten hat.

(2) Stellt der Kunde eine unbefugte Nutzung seines Accounts fest oder besteht ein begründeter Verdacht, ist er verpflichtet, den Anbieter unverzüglich unter kontakt@insolvenz-alarm.eu zu benachrichtigen und sein Passwort zu ändern. Der Anbieter wird in einem solchen Fall nach besten Kräften die betroffenen Zugangs- möglichkeiten sperren.

(3) Der Kunde darf den Dienst ausschließlich für legale Zwecke nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

  • Den Dienst für automatisiertes Massenabfragen (Scraping) zu nutzen, die über die vereinbarte API-Nutzung hinausgehen
  • Sicherheitsmaßnahmen des Systems zu umgehen oder zu versuchen zu umgehen
  • Zugangsdaten an nicht autorisierte Dritte weiterzugeben oder zu verkaufen
  • Den Dienst in einer Weise zu nutzen, die Rechte Dritter verletzt
  • Falsche oder irreführende Informationen bei der Registrierung oder Nutzung anzugeben
  • Den Dienst zur Entwicklung oder zum Betrieb eines konkurrierenden Produktes zu nutzen
  • Sicherheitslücken zu testen oder auszunutzen, ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters

(4) Der Kunde ist allein verantwortlich für die auf Basis der Dienst-Ausgaben getroffenen geschäftlichen Entscheidungen. Die durch den Dienst bereitgestellten Informationen über Insolvenzverfahren dienen als Informationsquelle und ersetzen keine eigene Risikobeurteilung, Bonitätsprüfung oder rechtliche Beratung durch qualifizierte Fachleute.

(5) Stellt der Kunde fest, dass Daten im System unrichtig sind oder fehlerhaft verarbeitet werden, ist er verpflichtet, den Anbieter darüber in Kenntnis zu setzen. Der Anbieter wird solche Meldungen zeitnah prüfen und – soweit möglich und technisch umsetzbar – Korrekturen vornehmen.

§ 8 Haftungsausschlüsse und Haftungsbeschränkungen

(1) Keine Vollständigkeitsgarantie: Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der aus amtlichen und öffentlichen Quellen bezogenen Insolvenzinformationen. Die amtlichen Insolvenzbekanntmachungen können Verzögerungen, Lücken oder Fehler aufweisen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen. Der Dienst ersetzt keine eigenständige Bonitätsprüfung, Kreditauskunft oder rechtliche Beratung.

(2) Keine Beratungsleistung: Die bereitgestellten Daten und Auswertungen des Dienstes stellen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Für auf Basis dieser Daten getroffene unternehmerische Entscheidungen trägt der Kunde die alleinige Verantwortung.

(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(4) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalspflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den Betrag, den der Kunde im letzten Abrechnungsjahr vor dem Schadenseintritt an den Anbieter gezahlt hat, mindestens jedoch 500 Euro.

(5) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach den vorgenannten Beschränkungen nur, soweit der Kunde zumutbare Datensicherungsmaßnahmen getroffen hat.

(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von Mitarbeitern, Vertretern und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden und seiner Nutzer erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters, die unter insolvenz-alarm.eu/datenschutz abrufbar ist, sowie in Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den anwendbaren nationalen Datenschutzgesetzen.

(2) Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung des Dienstes personenbezogene Daten Dritter (z. B. seiner Geschäftspartner, Debitoren, Kunden) in das System eingibt und der Anbieter diese Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, liegt eine Auftragsverarbeitung im Sinne von Art. 28 DSGVO vor. Die Parteien werden in diesem Fall einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen. Der Anbieter stellt auf Anfrage einen entsprechenden AVV-Standardvertrag zur Verfügung.

(3) Der Kunde ist als datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die in das System eingegebenen personenbezogenen Daten Dritter verantwortlich. Er stellt sicher, dass er über eine ausreichende Rechtsgrundlage gemäß Art. 6 DSGVO für die Verarbeitung dieser Daten verfügt und die betroffenen Personen – soweit gesetzlich erforderlich – über die Verarbeitung informiert wurden.

(4) Der Anbieter verarbeitet die vom Kunden eingegebenen Unternehmensdaten (Firmenname, Handelsregisternummer, etc.) ausschließlich zum Zweck der Bereitstellung des vereinbarten Dienstes. Eine Weitergabe an Dritte oder Nutzung für eigene Marketingzwecke erfolgt nicht, ausgenommen für die anonymisierte statistische Auswertung der Systemnutzung zur Verbesserung des Dienstes.

(5) Alle Daten werden auf Servern in Deutschland (Hetzner Online GmbH, Nürnberg) verarbeitet und gespeichert. Eine Übermittlung in Drittländer außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) findet nicht statt.

§ 10 Technische Voraussetzungen und Support

(1) Zur Nutzung des Dienstes sind auf Seiten des Kunden ein aktueller Webbrowser (z. B. Chrome, Firefox, Edge oder Safari in einer der letzten zwei Hauptversionen) sowie eine stabile Internetverbindung erforderlich. Der Anbieter optimiert den Dienst kontinuierlich für aktuelle Browsertechnologien und ist nicht verpflichtet, veraltete Browser zu unterstützen.

(2) Der Anbieter stellt eine Dokumentation zur Nutzung des Dienstes sowie zur API-Integration bereit. Diese Dokumentation ist über das Dashboard oder die Developer-Seite des Anbieters zugänglich.

(3) Support wird in folgenden Umfängen erbracht:

  • Starter: Community-Support via öffentliche FAQ-Dokumentation
  • Basic: E-Mail-Support mit einer Reaktionszeit von bis zu 2 Werktagen
  • Pro: Priorisierter E-Mail-Support mit einer Reaktionszeit von bis zu 1 Werktag sowie Zugang zu einem dedizierten Account-Manager
  • Business: Individuell vereinbarter Support mit definierten Reaktionszeiten (SLA)

(4) Support-Anfragen sind an kontakt@insolvenz-alarm.eu zu richten. Der Anbieter bemüht sich um schnellstmögliche Bearbeitung, kann aber außerhalb der regulären Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 9:00–18:00 Uhr MEZ, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Hamburg) keine Reaktionszeiten garantieren, sofern keine abweichende SLA-Vereinbarung besteht.

§ 11 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung des Dienstes im vertraglich vereinbarten Umfang ein.

(2) Alle Rechte an der Software, den Algorithmen, dem Design und den sonstigen Bestandteilen des Dienstes verbleiben beim Anbieter. Der Kunde ist nicht berechtigt, den Dienst zu kopieren, zu vervielfältigen, zu dekompilieren, zurückzuentwickeln (Reverse Engineering) oder abgeleitete Werke zu erstellen.

(3) Die vom Dienst bereitgestellten Berichte, Auswertungen und exportierten Daten darf der Kunde für eigene betriebliche Zwecke nutzen. Eine Weitergabe an Dritte oder eine kommerzielle Verwertung bedarf der schriftlichen Zustimmung des Anbieters.

§ 12 Vertraulichkeit

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, dies ist zur Vertragserfüllung erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben.

(2) Als vertraulich gelten insbesondere technische, betriebliche und kaufmännische Informationen, die nicht allgemein bekannt sind und nicht offensichtlich als nicht vertraulich einzustufen sind. Als vertraulich gelten insbesondere:

  • Informationen über interne Prozesse, Preisgestaltung oder Geschäftsstrategien des jeweils anderen
  • Zugangsdaten, API-Keys und sonstige Authentifizierungsmittel
  • Kundenlisten, Überwachungslisten und daraus gewonnene Erkenntnisse
  • Technische Dokumentationen, Quellcode und Systemarchitektur des Anbieters

(3) Nicht als vertraulich gelten Informationen, die (a) zum Zeitpunkt der Bekanntgabe bereits allgemein bekannt waren oder ohne Verschulden der empfangenden Partei bekannt werden; (b) der empfangenden Partei bereits vor der Bekanntgabe ohne Vertraulichkeitsverpflichtung bekannt waren; (c) von der empfangenden Partei unabhängig und ohne Nutzung vertraulicher Informationen entwickelt wurden; oder (d) von einem Dritten ohne Vertraulichkeitsverpflichtung mitgeteilt wurden.

(4) Jede Partei wird die vertraulichen Informationen der anderen Partei mit mindestens demselben Sorgfaltsmaßstab schützen wie ihre eigenen vertraulichen Informationen, jedoch mindestens mit angemessener Sorgfalt.

(5) Die Vertraulichkeitspflicht gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses für einen Zeitraum von 3 Jahren fort. Auf Anforderung der offenlegenden Partei sind vertrauliche Informationen nach Vertragsende unverzüglich zurückzugeben oder zu vernichten, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.

§ 13 Höhere Gewalt

(1) Keine der Parteien ist für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten verantwortlich, soweit dies auf Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb ihrer vernünftigen Kontrolle liegen (höhere Gewalt). Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Pandemien, behördliche Anordnungen, Stromausfälle, Ausfälle zentraler Internetinfrastruktur oder unvorhergesehene Ausfälle von Drittanbietern, auf deren Dienste der Anbieter zur Erbringung des eigenen Dienstes angewiesen ist.

(2) Die betroffene Partei ist verpflichtet, die andere Partei unverzüglich über den Eintritt und das voraussichtliche Ende des Ereignisses höherer Gewalt zu informieren und alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen zu minimieren.

(3) Dauert ein Ereignis höherer Gewalt länger als 60 Tage an, steht beiden Parteien ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Für die Dauer des Ereignisses höherer Gewalt ruhen die betroffenen vertraglichen Pflichten; bereits entrichtete Entgelte für nicht erbrachte Leistungen werden anteilig erstattet.

§ 14 Referenzen

(1) Der Anbieter ist berechtigt, den Kundennamen und das Logo des Kunden als Referenz auf der Website und in Marketingmaterialien zu nennen, sofern der Kunde der Nennung nicht ausdrücklich in Textform widerspricht. Ein Widerspruch kann jederzeit ohne Angabe von Gründen an kontakt@insolvenz-alarm.eu gerichtet werden.

(2) Der Anbieter wird dabei die Vertraulichkeit geschäftlicher Details wahren und keine vertraulichen Informationen des Kunden offenbaren. Zulässig ist ausschließlich die Nennung als Kunde des Dienstes, ggf. mit branchenspezifischem Kontext, soweit dieser allgemein bekannt ist.

§ 15 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten angekündigt.

(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe, gelten die geänderten AGB als angenommen. In der Ankündigung wird der Anbieter auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Widerspruchs hinweisen.

(3) Im Falle des Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB ordentlich zu kündigen.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB und dem Vertragsverhältnis ist Hamburg, soweit der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Kunden an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform (E-Mail an die jeweils angegebene Geschäfts-E-Mail-Adresse genügt). Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.

(5) Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG). Dies gilt nicht, soweit eine Teilnahme gesetzlich vorgeschrieben ist. Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/

(6) Diese AGB wurden zuletzt im März 2026 aktualisiert und gelten ab dem Datum ihres Inkrafttretens für alle neu abgeschlossenen Verträge. Für bestehende Verträge gelten sie nach Maßgabe von § 15 dieser AGB. Frühere Versionen dieser AGB sind auf Anfrage beim Anbieter erhältlich.

(8) Die Parteien erkennen an, dass der Austausch von Informationen per E-Mail den Anforderungen der Textform im Sinne des § 126b BGB entspricht, soweit nicht ausdrücklich Schriftform vereinbart wurde.

(7) Für die Zustellung von Erklärungen (insbesondere Kündigungen) gilt die E-Mail-Adresse des Kunden als vereinbarter Zustellungsweg, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Der Kunde ist verpflichtet, seine im Account hinterlegte E-Mail-Adresse aktuell zu halten.

Kontakt bei Fragen zu diesen AGB

Bei Fragen zu diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder zu Ihrem Vertragsverhältnis wenden Sie sich bitte an:

Insolvenz-Alarm
E-Mail: kontakt@insolvenz-alarm.eu
Website: insolvenz-alarm.eu

Wir sind bestrebt, Anfragen werktags innerhalb von 2 Werktagen zu beantworten. Für Fragen zur Auftragsverarbeitung (AVV) oder zu datenschutzrechtlichen Themen wenden Sie sich bitte an: datenschutz@insolvenz-alarm.eu.

Stand: März 2026 — Insolvenz-Alarm, Hamburg